Heizung & Wärmepumpe · Heidelberg

Wärmepumpe und Heizung in Heidelberg

Steht in Heidelberg der Austausch der Heizung an, stellt sich zuerst eine Ortsfrage: Liegt das Haus an einer Straße mit Fernwärme oder in einem Gebiet, in dem eine Wärmepumpe die naheliegende Lösung ist? Die Stadt hat dafür einen kommunalen Wärmeplan, die Stadtwerke veröffentlichen ihre Ausbauplanung, und für Erdwärme gelten wegen der vielen Wasserschutzgebiete eigene Regeln.

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Was der Heidelberger Wärmeplan vorsieht

Der Gemeinderat hat den kommunalen Wärmeplan am 15. November 2023 als Leitlinie bis 2040 beschlossen. Der Plan setzt auf zwei Bausteine: einen großflächigen Ausbau der Fernwärme und Wärmepumpen dort, wo kein Netz kommt. Für Häuser im bestehenden Fernwärmegebiet empfiehlt die Stadt den Anschluss als erste Wahl. Der Wärmeplan legt nach Darstellung der Stadt weder fest, ob noch wann die Fernwärme in eine bestimmte Straße kommt; die genannten Zeiträume sind Orientierungswerte.

Fernwärme-Ausbau und Satzungsgebiete

Die Stadtwerke Heidelberg zeigen Bestandsnetz und geplante Leitungen in einer schematischen Karte; Interessierte können sich registrieren und werden informiert, sobald ein Anschluss möglich ist. Nach Angabe der Stadt stammte 2024 die Hälfte der Fernwärme der Stadtwerke aus klimaneutralen Quellen, bis 2035 soll sie vollständig klimaneutral sein. In einzelnen Gebieten wie der Bahnstadt oder Im Bieth besteht laut Stadtwerken nach der Fernwärmesatzung der Stadt eine Anschlusspflicht an die öffentliche Wärmeversorgung. Für den Altbau nennt die Stadt als Faustwert: Eine Wärmepumpe funktioniert, wenn die nötige Vorlauftemperatur an den kältesten Tagen unter 55 Grad liegt.

Erdwärme in Heidelberg: Erlaubnis und Beratung

Erdwärmesonden reichen in Heidelberg typischerweise 50 bis 200 Meter tief; für Bau und Betrieb ist laut Stadt grundsätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis nötig, ebenso für Grundwasserwärmepumpen. Zuständig ist das Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie mit der Abteilung Technischer Gewässerschutz und Wasserrecht, die als untere Wasserbehörde geführt wird. In Wasserschutzgebieten oder auf Altlastenflächen können Anlagen abgelehnt werden; erste Hinweise liefert das Informationssystem ISONG des Landesamts für Geologie. Für die Frage, ob das eigene Haus wärmepumpentauglich ist, bietet die KLiBA einen Wärmepumpen-Eignungs-Check an. Steht die Richtung fest, schildern Sie Ihr Vorhaben über unser Formular; wir wählen für Ihre Anfrage einen passenden Fachbetrieb aus.

Gut zu wissen für Heidelberg

Häufige Fragen

Liegt mein Haus in Heidelberg im Fernwärmegebiet?

Das zeigt die Ausbaukarte der Stadtwerke Heidelberg schematisch, Änderungen der Planung sind möglich. Über das Netzportal kann man sich als Interessent registrieren.

Gibt es in Heidelberg eine Anschlusspflicht an die Fernwärme?

Laut Stadtwerken besteht sie nur in bestimmten Satzungsgebieten wie der Bahnstadt oder Im Bieth. Für andere Gebiete empfiehlt der Wärmeplan den Anschluss, wo Fernwärme in der Straße liegt.

Wer ist in Heidelberg für die Erlaubnis einer Erdwärmesonde zuständig?

Das Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Abteilung Technischer Gewässerschutz und Wasserrecht, als untere Wasserbehörde.

Ihr Vorhaben in Heidelberg

Schildern Sie uns kurz, was geplant ist – wir wählen einen passenden Fachbetrieb aus, der sich bei Ihnen meldet. Für Sie ist unser Service kostenlos und unverbindlich. Die Kosten tragen die Fachbetriebe.

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Quellen

  • Stadt Heidelberg – Klimaneutrale Wärmeversorgung, abgerufen am 02.10.2026
  • Stadt Heidelberg – Häufige Fragen zur Wärmeplanung, abgerufen am 02.10.2026
  • Stadt Heidelberg – Fernwärme in Heidelberg, abgerufen am 02.10.2026
  • Stadtwerke Heidelberg – Fernwärme-Verfügbarkeit, abgerufen am 02.10.2026
  • Stadt Heidelberg – Nutzung von Erdwärme, abgerufen am 02.10.2026
  • Stadt Heidelberg – Behördenwegweiser Technischer Gewässerschutz und Wasserrecht, abgerufen am 02.10.2026
  • Stadt Heidelberg – Wärmepumpen, abgerufen am 02.10.2026