Neubau & Rohbau · Kosten

Was kostet ein Anbau am Haus?

Wird das Haus zu klein, ist ein Anbau oft die naheliegende Lösung: mehr Wohnfläche, ohne das Grundstück zu wechseln. Die Kosten für einen Anbau am Haus hängen davon ab, ob ein eingeschossiger Raum an der Gartenseite entsteht oder eine Erweiterung über zwei Etagen mit eigenem Dach. Dazu kommt der Anschluss an den Bestand, der bei jedem Projekt anders aussieht. Hier finden Sie Richtwerte aus Bausparkassen-Ratgebern und Baukostendaten der Architektenkammern sowie die Punkte, die den Preis verschieben. Für die Ausführung wählen wir auf Ihre Anfrage einen Fachbetrieb für Neubau & Rohbau aus, der sich Ihr Haus vor dem Angebot ansieht.

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Anbau Kosten im Überblick

Nach Berechnungen des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern (BKI), veröffentlicht von der LBS im Mai 2025, kostet ein Anbau 1.738 Euro je Quadratmeter Bruttogrundfläche, ein Neubau dagegen 2.765 Euro. Schwäbisch Hall gibt an, dass als grobe Richtlinie häufig 1.400 bis 2.000 Euro je Quadratmeter Nutzfläche genannt werden, und bezeichnet das ausdrücklich als grobe Schätzung. Für einen Anbau mit 30 Quadratmetern Nutzfläche ergeben sich daraus rechnerisch etwa 42.000 bis 60.000 Euro. Planung, Genehmigung und Gutachten kommen hinzu.

PostenKostenspanneQuelle
Anbau je m² Bruttogrundfläche (BKI)1.738 €[2]
Anbau je m² Nutzfläche (laut Schwäbisch Hall nur grobe Schätzung)1.400 – 2.000 €[1]
Anbau mit 30 m² Nutzfläche (Rechnung aus Zeile 2)ca. 42.000 – 60.000 €[1]
Dachausbau je m² Bruttogrundfläche (BKI)1.797 €[2]
Dachausbau, Faustwert je m²rund 1.000 €[3]
Neubau je m² Bruttogrundfläche (BKI, zum Vergleich)2.765 €[2]
Bodenplatte je m²100 – 150 €[5]
Dämmung der Bodenplatte je m² (Neubau)40 – 60 €[5]
Bauantrag (Anteil laut Neubau-Aufstellung Schwäbisch Hall)ca. 0,5 % der Baukosten[4]
Bodengutachten (Anteil laut Neubau-Aufstellung Schwäbisch Hall)0,3 – 0,5 % der Baukosten[4]

Laut Statistischem Bundesamt lagen die Preise für den Neubau von Wohngebäuden im Mai 2026 um 5,0 % über dem Vorjahresmonat, Rohbauarbeiten um 4,9 % und Ausbauarbeiten um 5,1 %. Die BKI-Werte stammen aus dem Mai 2025; diese Entwicklung ist darin nicht enthalten. Die Prozentwerte für Bauantrag und Bodengutachten stammen aus einer Aufstellung für einen Neubau mit 400.000 Euro Baukosten.

Woraus sich die Kosten eines Anbaus zusammensetzen

Ein Anbau ist ein kleines Neubauprojekt mit allen Gewerken. Schwäbisch Hall zählt zu den Kostenposten Bodenarbeiten und Fundament, den Rohbau, zusätzliche Heizleistung und Wärmedämmung, Fenster und Türen, Elektrik und Wasseranschlüsse, die Dachkonstruktion, eventuelle Treppen und Übergänge zum bestehenden Haus, die Fassade und den Innenausbau. Weil die Fläche klein ist, wiegen feste Kosten wie Baustelleneinrichtung, Planung und Genehmigung je Quadratmeter schwerer als beim Neubau. Den größten Unterschied macht die Anbindung an den Bestand: Muss eine Außenwand geöffnet, ein Sturz eingebaut oder das Dach des Hauses verlängert werden, steigen Aufwand und Statik. Für das Fundament gelten dieselben Grundsätze wie bei einem Haus; welche Posten bei der Platte anfallen, zeigt die Übersicht Bodenplatte Kosten. Auch Heizung und Leitungen verdienen früh einen Blick, denn nicht jede bestehende Anlage kann zusätzliche Räume ohne Anpassung versorgen.

Anbau, Aufstockung oder Dachausbau?

Mehr Wohnfläche lässt sich auf drei Wegen gewinnen. Beim Anbau in die Breite oder Tiefe bleibt meist die Dachform erhalten, über die Erweiterung kommt ein eigenes Dach, etwa als Flachdach, oder das bestehende Dach wird verlängert. Die Aufstockung setzt ein ganzes Geschoss auf das Haus und erfordert ein neues Dach; laut LBS ist sie wegen des hohen Planungs- und Genehmigungsaufwands ähnlich teuer wie ein Neubau. Der Dachausbau nutzt vorhandenen Raum unter dem Dach. Schwäbisch Hall kalkuliert dafür grob mit rund 1.000 Euro je Quadratmeter einschließlich Heizungsinstallation und nennt durchschnittlich 30.000 bis 60.000 Euro, je nach Größe, Zustand und Ausstattung. Nach den BKI-Werten liegen Dachausbau und Anbau je Quadratmeter Bruttogrundfläche nah beieinander. Wenn vor allem ein heller Wohnraum zum Garten entstehen soll, ist auch ein Wintergarten eine Alternative; Preise dazu nennt die Übersicht Wintergarten Kosten.

Genehmigung, Bebauungsplan und Nebenkosten

Laut Schwäbisch Hall ist eine Baugenehmigung grundsätzlich nötig, wenn Gebäude oder Gebäudeteile errichtet werden oder sich die Nutzung ändert; eine Ausnahme gebe es nur bei geringem städtebaulichem oder wirtschaftlichem Gewicht, entscheidend seien die Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes. In Baden-Württemberg ist das die Landesbauordnung; verbindlich beurteilt das die untere Baurechtsbehörde bei Stadt, Gemeinde oder Landratsamt. Der Bebauungsplan kann festlegen, wie viel Fläche zusätzlich bebaut werden darf, welche First- und Fassadenhöhe gilt und wie viele Geschosse zulässig sind; dazu kommen Abstandsflächen zum Nachbargrundstück. Für den Bauantrag nennt die Bausparkasse unter anderem Bauzeichnungen, Lageplan, Flächenberechnungen, Kostenschätzungen und technische Nachweise. In ihrer Aufstellung der Baunebenkosten für einen Neubau setzt die Bausparkasse etwa 0,5 Prozent der Baukosten für den Bauantrag und 0,3 bis 0,5 Prozent für ein Bodengutachten an; für einen Anbau sind das nur Anhaltspunkte. Die Gebühr für die Baugenehmigung setzt die zuständige Baurechtsbehörde fest. Sind tragende Wände betroffen oder entsteht ein neues Dach, kommt ein Statiker hinzu.

So entsteht ein belastbares Angebot

Ausgangspunkt jeder Planung ist ein aktueller Grundriss des bestehenden Hauses. Fehlen die Originalpläne, kann laut Schwäbisch Hall das Bauamt oder ein Archiv weiterhelfen; bei älteren Häusern empfiehlt die Bausparkasse, nachzumessen, ob der Plan mit dem Bestand übereinstimmt. Für ein vergleichbares Angebot helfen außerdem Angaben zur gewünschten Fläche und Nutzung, zur Lage am Haus, zur geplanten Dachform und dazu, ob Heizung, Wasser und Strom in den Anbau geführt werden sollen. Je genauer Planung und Leistungsverzeichnis sind, desto besser lassen sich Angebote vergleichen und desto weniger Nachträge entstehen später. Wenn Sie uns Ihr Vorhaben schildern, wählen wir einen passenden Fachbetrieb aus, der sich bei Ihnen meldet und den Aufwand am Objekt prüft.

Häufige Fragen

Was kostet ein Anbau mit 20 Quadratmetern?

Bei 1.400 bis 2.000 Euro je Quadratmeter Nutzfläche ergibt sich rechnerisch eine Spanne von etwa 28.000 bis 40.000 Euro, zuzüglich Planung und Genehmigung. Kleine Anbauten sind je Quadratmeter oft teurer, weil feste Kosten auf wenig Fläche fallen.

Ist ein Anbau günstiger als ein Neubau?

Je Quadratmeter Bruttogrundfläche ja: Das BKI nennt für einen Anbau 1.738 Euro, für einen Neubau 2.765 Euro. Eine Aufstockung ist laut LBS dagegen ähnlich teuer wie ein Neubau.

Braucht ein Anbau eine Baugenehmigung?

Laut Schwäbisch Hall ist eine Baugenehmigung grundsätzlich nötig, wenn Gebäude oder Gebäudeteile errichtet werden; Ausnahmen regeln die Bauordnungen der Länder. Verbindlich beurteilt das in Baden-Württemberg die untere Baurechtsbehörde.

Wie hoch sind die Planungskosten für einen Anbau?

Schwäbisch Hall nennt für eine begleitende Fachplanung beim Dachausbau zusätzlich etwa 10 Prozent der Gesamtkosten. Beim Anbau hängt der Anteil von Umfang und Leistungsbild des Architekten ab.

Sind die Preise in Baden-Württemberg anders?

Die genannten Werte sind bundesweite Richtwerte. Regionale Lohn- und Materialkosten, der Baugrund und der Zustand des Bestands können den Preis deutlich verschieben.

Konkretes Angebot für Ihr Vorhaben

Kostenspannen ersetzen kein Angebot. Schildern Sie uns kurz, was geplant ist – wir wählen einen passenden Fachbetrieb aus, der sich bei Ihnen meldet und vor einem Angebot den Aufwand am Objekt prüft. Für Sie ist unser Service kostenlos und unverbindlich. Die Kosten tragen die Fachbetriebe.

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Quellen

  1. Bausparkasse Schwäbisch Hall: Hausanbau: mehr Raum gewinnen, abgerufen am 02.10.2026
  2. LBS Infodienst Bauen und Finanzieren, 13.05.2025 (Werte: BKI): Ausbauen, aufstocken, anbauen – Wohnraumpotenzial in deutschen Städten, abgerufen am 02.10.2026
  3. Bausparkasse Schwäbisch Hall (aktualisiert 14.11.2025): Dachausbau: Kosten, abgerufen am 02.10.2026
  4. Bausparkasse Schwäbisch Hall (aktualisiert 09.07.2025): Baunebenkosten, abgerufen am 02.10.2026
  5. Commerzbank: Was kostet eine Bodenplatte?, abgerufen am 02.10.2026
  6. Statistisches Bundesamt: Baupreise für Wohngebäude im Mai 2026: +5,0 % gegenüber Mai 2025, abgerufen am 02.10.2026

Alle Preise sind Spannen aus den genannten Quellen zum Abrufdatum, keine Angebote. Tatsächliche Kosten hängen vom Gebäude, vom Umfang und von der Region ab.