Neubau & Rohbau · Kosten

Was kostet eine Bodenplatte?

Die Bodenplatte trägt das ganze Haus und trennt es vom Erdreich – Fehler an dieser Stelle lassen sich später kaum korrigieren. Die Kosten einer Bodenplatte hängen weniger vom Beton selbst ab als vom Baugrund, von der Dämmung und von den Erdarbeiten davor. Hier finden Sie Preisspannen aus Bank- und Bausparkassen-Ratgebern, getrennt nach Platte, Aushub, Dämmung und Gutachten. Für die Ausführung wählen wir auf Ihre Anfrage einen Fachbetrieb für Neubau & Rohbau aus, der Pläne und Baugrund vor dem Angebot ansieht.

Anfrage kostenlos stellen

Bodenplatte Kosten im Überblick

Die Commerzbank nennt für eine Bodenplatte durchschnittlich 100 bis 150 Euro je Quadratmeter; für ein Einfamilienhaus mit etwa 120 Quadratmetern Wohnfläche ergeben sich daraus rund 12.000 bis 18.000 Euro. In einer zweiten Übersicht zum Rohbau setzt dieselbe Bank für die Bodenplatte meist 15.000 bis 25.000 Euro an. Erdarbeiten, Frostschürze, Abdichtung und Dämmung kommen je nach Umfang hinzu, deshalb stehen sie unten als eigene Zeilen.

PostenKostenspanneQuelle
Bodenplatte je m² (Durchschnitt)100 – 150 €[1]
Bodenplatte Einfamilienhaus, ca. 120 m² Wohnflächeca. 12.000 – 18.000 €[1]
Bodenplatte Einfamilienhaus (Rohbau-Übersicht)15.000 – 25.000 €[2]
Fundamentplatte ca. 20 cm, nur Platte und Schalung, je m²ab ca. 70 €[1]
Fundament je m² (Angabe Schwäbisch Hall)80 – 120 €[3]
Dämmung der Bodenplatte im Neubau je m²40 – 60 €[1]
Erdaushub leichter Boden (Bodenklasse 1–2) je m³16 – 20 €[1]
Erdaushub schwerer, felsiger Boden (Bodenklasse 6–7) je m³80 – 90 €[1]
Bodenaushub und Entsorgung, Einfamilienhausca. 5.000 – 20.000 €[4]
Streifenfundament inkl. Schalung je m³ca. 180 €[1]
Bodengutachten (Beispiel bei 400.000 € Baukosten)ca. 1.200 – 2.000 €[4]
Keller statt Bodenplatte (zusätzlich)30.000 – 60.000 €[2]

Laut Statistischem Bundesamt lagen die Preise für Betonarbeiten an Wohngebäuden im Mai 2026 um 3,6 % und für Erdarbeiten um 5,4 % über dem Vorjahresmonat. Die Ratgeber der Commerzbank (Stand der Seiten 11/2025) nennen kein Erhebungsjahr; die Preisentwicklung ist darin nicht unbedingt enthalten.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Eine Bodenplatte ist mehr als eine Betonschicht. Die Commerzbank zählt zu den Kostenfaktoren Statiker und Architekt, das Auskoffern des Erdreichs, die Schalung, Beton und Bewehrung, das Einbringen und Verdichten des Betons sowie Zusatzkosten durch schwierige Gegebenheiten oder aufwendige Fundamente. Wichtig beim Lesen von Angeboten: Der niedrige Einstiegspreis von etwa 70 Euro je Quadratmeter für eine rund 20 Zentimeter dicke Fundamentplatte umfasst laut Quelle nur die Platte und das Einschalen. Auskoffern, Sauberkeitsschicht und Dämmung werden zusätzlich berechnet. Bei einer Grundfläche von etwa 100 Quadratmetern nennt die Bank für die Platte allein 7.000 bis 10.000 Euro. Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb prüfen, ob Erdarbeiten, Entsorgung des Aushubs, Dämmung, Abdichtung und Grundleitungen enthalten sind oder als eigene Positionen folgen. Bei schlüsselfertigen Häusern ist die Bodenplatte häufig im Gesamtpreis enthalten; wie sich die übrigen Bausteine summieren, zeigt die Übersicht Hausbau Kosten.

Baugrund und Aushub: der größte Unsicherheitsfaktor

Wie teuer die Erdarbeiten werden, entscheidet der Boden. Die Commerzbank staffelt die Aushubpreise nach den früher üblichen Bodenklassen: Leichte Böden liegen bei 16 bis 20 Euro je Kubikmeter, mittlere Böden bei 30 bis 40 Euro, felsige und steinige Böden bei 80 bis 90 Euro. Für Bodenaushub und Entsorgung bei einem klassischen Einfamilienhaus nennt Schwäbisch Hall 5.000 bis 20.000 Euro, je nach Standort. Teurer wird es außerdem bei unterschiedlichem Setzungsverhalten auf dem Grundstück, geringer Tragfähigkeit oder Wasser in der Baugrube. Viele Angebote gehen laut Commerzbank zunächst von idealen Bodenverhältnissen aus. Ein Bodengutachten vor der Planung schafft hier Klarheit; Schwäbisch Hall beziffert es für ein typisches Einfamilienhaus auf etwa 1.000 Euro, bei höherem Aufwand auf bis zu 2.500 Euro.

Aufbau, Frostschutz und Dämmung

Eine Fundamentplatte wird nicht direkt auf das Erdreich gegossen. Die Commerzbank beschreibt den Aufbau von unten nach oben: Sauberkeitsschicht von mindestens 5 Zentimetern aus Magerbeton, Schotter oder Kies, eine Folie gegen Feuchtigkeit, Dämmung unterhalb der Platte, die bewehrte Stahlbetonplatte und darüber Dampfsperre, Trittschalldämmung, Estrich und Bodenbelag. Das Fundament muss laut Commerzbank frostfrei gegründet sein; als Grundregel nennt die Bank in der Regel eine Mindesttiefe von 80 Zentimetern bei mildem Klima und 150 Zentimetern bei sehr kalten Wintern. Die erforderliche Tiefe für ein bestimmtes Grundstück legt der Statiker fest. Eine Frostschürze führt die Commerzbank als möglichen Zusatzposten auf, der den Preis der Platte erhöht. Wird kein Keller gebaut, gehört zusätzlich eine Dämmschicht zum Aufbau. Für diese Dämmung im Neubau nennt die Bank 40 bis 60 Euro je Quadratmeter; nachträglich im Zuge einer Sanierung sind es eher 80 bis 100 Euro. Eine Thermobodenplatte mit integrierter Flächenheizung ist teurer als eine einfache Platte. Für kleinere Erweiterungen am Bestand gelten dieselben Grundsätze, mehr dazu in der Übersicht Anbau Kosten.

Bodenplatte, Streifenfundament oder Keller?

Bei der Flachgründung unterscheidet die Commerzbank drei Varianten. Streifenfundamente folgen dem Grundriss der tragenden Wände und werden häufig mit Keller gebaut; sie setzen einen tragfähigen Untergrund voraus, und die Quelle nennt etwa 180 Euro je Kubikmeter inklusive Schalung, bei 100 Quadratmetern Grundfläche rund 18.000 Euro, zuzüglich der Betonplatte darüber. Die Fundamentplatte verteilt die Last gleichmäßig, lässt sich bei hohem Grundwasser besser abdichten und ist beim Hausbau die häufigste Lösung. Einzelfundamente kommen bei punktförmigen Lasten wie Stützen zum Einsatz. Ein Keller ist die teuerste Variante: Die Commerzbank rechnet je nach Ausführung mit 30.000 bis 60.000 Euro zusätzlich. Welche Lösung passt, legt der Statiker auf Grundlage von Baugrund und Planung fest.

Häufige Fragen

Was kostet eine Bodenplatte für 100 Quadratmeter?

Bei 100 bis 150 Euro je Quadratmeter ergeben sich rund 10.000 bis 15.000 Euro. Für die reine Platte mit Schalung nennt die Commerzbank bei 100 Quadratmetern 7.000 bis 10.000 Euro; Aushub, Sauberkeitsschicht und Dämmung kommen dann hinzu.

Wie dick ist eine Bodenplatte für ein Wohnhaus?

Die Commerzbank nennt als Beispiel eine etwa 20 Zentimeter dicke Fundamentplatte. Die tatsächliche Stärke und die Bewehrung legt der Statiker nach Baugrund und Lasten fest.

Welcher Beton wird für die Bodenplatte eines Wohnhauses verwendet?

Laut Commerzbank wird für das Fundament von Wohnhäusern Beton der Druckfestigkeitsklasse C25/30 verwendet, für Garagen und größere Gartenhäuser reicht meist C20/25.

Warum ist ein Bodengutachten sinnvoll?

Viele Angebote gehen von idealen Bodenverhältnissen aus. Ein Gutachten zeigt vorab, ob Tragfähigkeit, Setzungsverhalten oder Grundwasser zusätzlichen Aufwand verursachen.

Ist eine Bodenplatte günstiger als ein Keller?

Ja, deutlich: Die Commerzbank nennt für die Bodenplatte meist 15.000 bis 25.000 Euro, für einen Keller zusätzlich 30.000 bis 60.000 Euro. Dafür fehlt ohne Keller Abstell- und Technikfläche, die anderweitig eingeplant werden muss.

Konkretes Angebot für Ihr Vorhaben

Kostenspannen ersetzen kein Angebot. Schildern Sie uns kurz, was geplant ist – wir wählen einen passenden Fachbetrieb aus, der sich bei Ihnen meldet und vor einem Angebot den Aufwand am Objekt prüft. Für Sie ist unser Service kostenlos und unverbindlich. Die Kosten tragen die Fachbetriebe.

Anfrage kostenlos stellen

Quellen

  1. Commerzbank: Was kostet eine Bodenplatte?, abgerufen am 02.10.2026
  2. Commerzbank: Kosten eines Rohbaus in der Übersicht, abgerufen am 02.10.2026
  3. Bausparkasse Schwäbisch Hall (aktualisiert 12.02.2025): Baukosten: Wie viel kostet ein Hausbau?, abgerufen am 02.10.2026
  4. Bausparkasse Schwäbisch Hall (aktualisiert 09.07.2025): Baunebenkosten, abgerufen am 02.10.2026
  5. Statistisches Bundesamt: Baupreise für Wohngebäude im Mai 2026: +5,0 % gegenüber Mai 2025, abgerufen am 02.10.2026

Alle Preise sind Spannen aus den genannten Quellen zum Abrufdatum, keine Angebote. Tatsächliche Kosten hängen vom Gebäude, vom Umfang und von der Region ab.